Sonntag, 3. April 2011

Schattentrilogie 01. Der Weg in die Schatten - Brent Weeks

"Willst du mit?", fragte er mit rauer Stimme...

Der Weg in die Schatten

Klappentext:

"In den Schatten wirst du deine Seele verlieren!

Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …"

Zum Autor:

Brent Weeks betrachtete das Schreiben fantastischer Geschichten schon immer als seine Berufung, inzwischen ist es auch sein Beruf geworden. Der Autor lebt mit seiner Frau in Oregan.

(Aus: Der Weg in die Schatten, Informationen zum Autor)

Zum Roman:
Der Straßenjunge Azoth wächst unter den unmöglichsten Umständen auf: Arm bis über beide Knochen, Hungerleidend und einer Gilde angehörig, die sein einziges zu Hause darstellt. Doch er möchte fliehen und etwas aus sich machen. Als er dem gefürchtetem Blutjungen Durzo Blint, der überall bekannt für die schnelle und präzise Ausführung seiner Aufträge ist, sieht Atzoh seine Chance: Er bittet Durzo, sein Lehrling werden zu dürfen. Doch muss sich Atzoh erst beweisen, denn der Weg in die Schatten hat seinen Preis ...

Fazit:

Mit seinem Debütroman "Der Weg in die Schatten" ist Brent Weeks ein unglaublich spannendes und rasantes Abenteuer gelungen, welchem sich der Leser kaum zu entziehen vermag.

Sowohl die Charaktergestaltung der einzelnen Figuren, als auch die unterschiedlichsten Thematiken und Geschehnisse machen diesen Roman zu einem eigenartigen Erlebnis.
Während der Gassenjunge Atzoh sich bewähren muss, um bei Durzo als Lehrling aufgenommen zu werden, stehen im harte Zeiten gegenüber. Und auch seine Identität wird ihm aberkannt. Aus Atzoh, dem Straßenjungen, wird Kylar Stern, ein Blutjunge und Assasine, der seinem Idol Durzo bald um kaum was nachsteht.

Den Identitätsverlust und die Wandlung des Charakters Atzoh, von einem ängstlichen Sraßenjungen, der sein jämmerliches Leben in den Armenvierteln der Stadt verbrachte, zu Kylar Stern, der immer mehr die Eigenschaten Durzos übernahm, ist unglaublich komplex und psychisch so gut eingeflechtet, dass man als Leser nur staunen kann, wie ein Mensch zu einem vollkommen neuen Charakter erwachsen kann.  Körperliche Attribute, sowie Charakterzüge, wie den bizzaren Humor, die Schweigsamkeit und auch dem Lebensziehl Durzos passt Kylar sich an, und verliert somit immer mehr die Züge, die Atzoh ausmachten. Dafür erwächst ein umso selbstbewussterer und mutigerer Kylar, der es weiß Gott nicht leicht haben wird. Doch sein neu gewonnener Freund, Logan, wächst im ans Herz und wird auch im weiteren Verlauf der Geschichte eine wichtige Rolle einnehmen.

Auch hängt Kylar weiterhin an Puppenmädchen. Sie ist mitunter eine der Portagonisten und spricht nie ein Wort. Nachdem Atzoh es nicht schafte, sie vor Roth, dem gefürchteten Gildenoberhaupt zu schützen, trägt sie nun hässliche Narben auf ihrem Gesicht. Doch ihrer Schönheit und ihrem reinen Wesen tut dies nichts ab und Atzoh, wie auch Kylar, kann sich nicht gegen seine Gefühle ihr gegenüber verwehren, obwohl er nicht an sie herankommt.

Neben den emotionalen Ebenen, die den Leser mitfühlen und nachdenken lassen, gibt es natürlich auch wieder reichlicht Konflikte: Intrigen im eigenen Land und außerhalb sorgen bald für den Ausnahmezustand. Wer ein weiches Gemüt hat und lieber nichts von Gewalt oder Blut hören kann, ist hier fehl am Platz: Um diesen Roman wegstecken zu können, der eine breite Vielfalt bietet (von Magie, Assasinen und intriganten Figuren bis hin zu Liebe und Familie, den Kakari und Krieg zwischen Völkerstämmen, Heilern und Reisenden, magischen Artefakten und vielem mehr), gehört schon einiges dazu.

Auf jeden Fall hinterlässt der Roman Eindruck beim Leser, welches bei mir ausgesprochen positiv ausfiehl: Lange habe ich keinen so komplexen, ineinander griffigen und durchweg spannenden Roman gelesen, der mit der Vielfalt seines Angebotes ausnahmslos überzeugen konnte.

Daher 5/5 Sternen von mir für den Auftakt der "Schatten-Trilogie".

Gesamte Trilogie in einem Überblick:

01. Der Weg in die Schatten

02. Am Rande der Schatten
03. Jenseits der Schatten


Autor: Brent Weeks
Trilogie
Verlag: blanvalet, Taschenbuch
Genrè: Fantasy, Roman
Preis: 15,00 €

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1 Kommentar:

  1. Hallo Nazurka,

    ich würde die Romane auch gerne lesen und spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, endlich zuzugreifen. Mal sehen, ob ich mich traue und für LT rezensieren werde. Bisher war man ja geteilter Meinung über Brent Weeks. Danke für die Rezension und für die Anregung!

    Liebe Grüße,
    - Marie

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