Mittwoch, 1. Juni 2011

Schattentrilogie 03. Jenseits der Schatten - Brent Weeks

Der fulminante Abschluss einer tollen Fantasy-Trilogie!

Jenseits der Schatten

Klappentext:

"Eigentlich hat Kylar Stern der verhassten Kunst des Tötens für immer abgeschworen - bis er erkannte, dass sein mörderisches Talent das Einzige ist, was all jene, die er liebt, vor dem Untergang bewahren könnte. Allerdings ahnt der ehemalige Gassenjunge, dass er diesen letzten Auftrag wohl nicht zu Ende bringen kann. Denn die Ermordung einer Göttin übersteigt selbst die Fähigkeiten des besten Assassinen der Welt. Doch tief in seinem Herzen wusste Kylar schon immer, dass sich sein Schicksal in den Schatten erfüllen würde..."

Zum Autor:

Brent Weeks betrachtete das Schreiben fantastischer Geschichten schon immer als seine Berufung, inzwischen ist es auch sein Beruf geworden. Der Autor lebt mit seiner Frau in Oregan.

(Aus: Am Rande der Schatten, Informationen zum Autor)

Zum Roman:
Kylar Stern, der berühmteste und seiner Tätigkeit bester Assassine der Welt, hat das Schicksal all seiner geliebten in der Hand: Im ganzen Land herrscht die Besetzung der feindlichen Truppen, und nun soll eine Göttin sich auf den Weg befinden, um Hass in die Herzen der Menschen zu sehen und das Land entgültig zu unterwerfen. Wenn nicht bald jemand etwas dagegen tut, werden auch diese Menschen die Hoffnung verlieren und mit ihr mitunter auch viele ihr Leben. Kylar erkennt, dass er, trotzdem er seine Tätigkeit als Assassine aufgeben möchte, keine andere Wahl hat, als beim alles entscheidenen Kampf und so aussichtslos es auch schein mag, sich gegen die Göttin Kali zu stellen: Und erhält unerwartete Unterstützung...

Fazit:

Der Dritte Teil der Trilogie um die Schatten ist ein gelungener Abschluss und ein würdiger dritter Teil der Reihe. Nicht ganz so überzeugend, aber dennoch auf einem sehr hohen sprachlichen und stylistischen Niveau wird die Geschichte von Kylar zu einem Ende gebracht.

Nicht nur die Charaktere überzeugen wieder auf ganzer Länge, auch ist die Spannung zum Zerreißen gespannt - der Kampf gegen eine Göttin tut sein übriges. Nicht einmal hat man das Gefühl, etwas langatmig durch das Buch gezerrt zu werden, nicht einmal wird einem langweilig.

Weder tröpfelt die Geschichte vor sich hin noch hat man das Gefühl den Roman zur Seite legen zu wollen - Weeks überzeugt auch diesmal wieder mit der Geschichte, die wirklich sehr facettenreich gestaltet ist: Sowohl Assassinen, die ihren Aufträgen nachgehen, Fehden zwischen einzelnen Menschen und Familien, Magie, Monster und Götter werden thematisiert. Und im Mittelpunkt all dessen steht der schwarze Kakari, der Kylar nahezu übermenschliche Kräfte spendet und ihn nahezu unsterblich werden lässt.

Doch ganz makelfrei war die Geschichte dennoch nicht: Ohne spoilern zu wollen, fragt man sich doch, wie der werte Herr Weeks es geschafft hat, diesen riesiegen Handlungsspielraum in ein Buch zu quetschen: Und zwar in dem man kürzt. Sehr ärgerlich war die Stelle mit dem Wald, wo das Schwert herausgeholt werden muss. Immerhin wird dieser Wald als unumwundbar beschrieben, und das noch nie jemand ihn verlassen hätte, sobald er drinnen stände. Dass dann einfach jemand reinspazieren, das Schwert herausholen und die Geschichte so weiterlaufen kann wie bisher, ist dann doch recht fraglich und für den Leser doch unzufriedenstellend.

Das zum Schluss hin tobende Desaster, gemischt mit einer Laune, die das Wort "Hoffnungslosigkeit" nahezu harmlos klingen lässt, verfolgt der Leser das überaus spannend gestaltete Ende mit - und wird (und auch hier urteile ich subjektiv) nicht enttäuscht: Auch wenn manche sich denken mögen, dass der Autor sich mit der Lösung der ganzen Situation und des Problems vielleicht durch ein Klischee flüchten möchte, denke ich, dass der Lösungsansatz, wenn auch häufig schon vertreten, durchaus passend erscheint und auch dementsprechend dargestellt wird.

Meiner Meinung nach hätte man allerdings sogar noch mehr aus der Geschichte rausholen können. Zur Trilogie insgesamt muss man sagen, dass die Qualität koninuierlich gegeben war, ich in jedem der drei Teile mitgefiebert habe und es auf keinen Fall bereue, diese Buchreihe gelesen zu haben, auch wenn es von Band zu Band vielleicht immer mehr leichte "Unzufriedenheiten" verschiedenster Art gegeben hat (was denke ich allerdings bei vielen Büchern der Fall ist und für mich persönlich nicht so tragisch war).

Daher vergeb ich auch für den letzten Teil der Trilogie um den Wandel eines Gassenjungen namens Atzoh zum (in seinem Gebiet) besten Assassinen der Welt Kylar Stern, der sich während der Trilogie unglaublich entwickelte, dennoch, und auch in Anbetracht der gesamten Geschichte, 5/5 Sternen!

Gesamte Reihe in einem Überblick:

01. Der Weg in die Schatten
02. Am Rande der Schatten
03. Jenseits der Schatten

Autor: Brent Weeks
Fantasytrilogie
Verlag: blanvalet; Taschenbuch
Genre: Fantasy, Roman
Originaltitel: Night Angel 03. Beyond the shadows
ISBN/ASIN: 3442266300
Preis: 15,00 €

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