Sonntag, 3. Juli 2011

Ich lese gerade + Gedanken ...

Hallo ihr Lieben. Ich habe heute den zweiten Teil der "Buch der Schatten" -Reihe von Cate Tiernan ausgelesen und bin schon echt wahnsinnig sauer gewesen, da das Buch mit einem riesigen Cliffhanger an einer total spannenden Stelle endet. Bin froh, wenn der 3. Teil endlich rauskommt, damit ich nicht länger warten muss!

Da dachte ich mir, ich schiebe ein Buch von blanvalet rein. Die Reziexemplare von blanvalet müssen bei mir irgendwie immer so lange warten.. daher dachte ich, jetzt ist Schluss mit der Wartezeit und lese nun folgendes Buch:

Die Drachenjägerin 01. Das hohe Spiel von Maja Winter

Aus der Amazon - Redaktion:

"Ein unwiderstehliches Lesevergnügen – voller Liebe, Abenteuer und Magie

Seit die junge Linn sich erinnern kann, träumt sie von Drachen, die ihr Dorf angreifen. Da geschieht die Katastrophe tatsächlich, und ihre Nachbarn machen sie für den Überfall verantwortlich."


Habe erst die ersten 40 Seiten gelesen, daher kann ich noch nichts dazu sagen. Bei Sonea habe ich auch noch nicht weitergelesen... das Buch ist echt gut, aber irgendwie reizt es mich im Moment nicht.

Was mich übrigens zu ein paar Gedanken bringt.
In letzter Zeit lese ich gerne Bücher, wo ich nicht viel nachdenken muss. 400 Seiten ist optimal, ich gräuel mich im Moment, längeres zu lesen. Ich frage mich, woher das kommt. Selbst letzten Monat und jeden eigentlich lese ich immer mindestens einen dicken Schinken. Kommt es daher, dass ich meinen SuB kleiner wissen will? Dass ich viele Bücher diesen Monat lesen will? Oder daran, dass ich einfach keine Lust habe?

Mir geht es ziemlich auf den Wecker. Ich habe so viele Dinge im Kopf. Dies sind meine letzten Sommerferien, danach gehts ans Abitur. Ich habe schreckliche Angst vor der Zukunft - weiß nicht, was ich machen soll, machen werde. Wie ich mit allem umgehen soll. Einerseits freue ich mich drauf, endlich die Schule abgeschlossen zu haben. Nach 13 Jahren wirds ja auch echt mal Zeit. Andererseits will ich nicht in diese kalte Welt.

Und ich glaube, und habe immens das Gefühl, dass ich diese Ängste auf meine Umgebung übertrage. Seit 3 Tagen sind wir in Italien und ich habe kaum ein Wort mit meiner Familie gewechselt. Nicht aus Absicht, keinesweg, ich liebe meine Familie. Aber irgendwie fühle ich mich ihr gegenüber distanziert, zwangsentfremdet. Ich sehe, dass das meiner Mutter weh tut, und es tut mir dafür im Herzen weh. Aber wenn ich darüber nachdenke, denke ich auch jedes Mal, dass es mich unglücklich macht, meiner Familie etwas vorzuspielen.

Ich will diese Ferien genießen, aber irgendwie geht mir alles im Kopf rum und ich habe das Gefühl, es nicht mehr auszuhalten. Eben bin ich alleine vom Strand gekommen. Meine Eltern waren sauer, dass ich gegangen bin. Aber ich fand, dass ich um mich rum zu viele Menschen habe - Zu viele EIndrücke, zuviel gemischte Gefühle. Ich habe so eine enge gespürt, ich musste da raus. Meine Mutter ist nun traurig und ich sitze hier und schreibe meine Gedanken und Gefühle in die Bloggerwelt hinaus. Ob es hilft? Ich weiß es nicht. Ich fühle mich immernoch eingeengt. Selbst in ein Buch tauchen möchte ich eigentlich nicht. Alles ist so grau. Ich will nicht wieder in eine melancholische Stimmung abdrifften. Ich habe Angst, den Weg nicht mehr hinauszufinden...

Wer diese Worte liest: Danke für's schweigsame Zuhören.
Herzlichst, Nazurka.

Kommentare:

  1. Mhh.. ich kann dich sehr gut verstehen.
    Ich hör jetzt einfach mal nicht nur schweigsam zu, sondern geb mal "kurz" meinen Senf ab:
    ich denke, dass es relativ normal ist. Das man nun erwachsen werden muss.. alles was dazugehört.. wird einem glaube ich erst richtig bewusst, wenn die Schule endet. Und es ist verdammt seltsam. Das macht Angst.
    Mir ging es vor kurzer Zeit ebenfalls so. Bei mir kam aber noch ein weniger guter Schulabschluss dazu (vor zwei Jahren), ein chaotischer Lebenslauf und keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich machte ein Praktikum beim Tierarzt und jobbte in einer Firma. Nun gehts wieder auf die Schule zwei Jahre.. und das mit 19. Dh ich werde meinen Realschulabschluss mit 21 haben. Ganz schön bescheiden. Ich bin ja nicht dumm, ich hatte nur ne schwere Zeit. Und die Welt da draußen ist weder tolerant, noch rücksichtsvoll, auch wenn es Ausnahmen geben mag.
    Und das Schlimmste ist: tja, man kann nicht wieder zurück. Es ist schon lustig, wie jedes Kind unbedingt erwachsen werden will.. und wenn man es dann werden muss, versteht man auf einmal die Sprüche von wegen "genieß die Schule, es ist schnell genug vorbei" "sei froh, dass du noch ein Kind bist, erwachsen wirst du schnell genug".

    Kopf hoch.. dir stehen so viele Möglichkeiten offen - du machst ja nun einen nicht gerade schlechten Schulabschluss. Du hast einige Möglichkeiten und auch noch Zeit, mal daneben zu liegen und eine andre Entscheidung zu treffen. Ich hoffe, du schaffst es trotzdem, deinen Urlaub zu genießen.

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  2. Wow ich dachte gerade ich lese was über mich, auch mir ist momentan alles zu viel, ich habe das Gefühl zu ersticken. Bin deshalb auch ziemlich oft krank und statt mich in Ruhe zu lassen werde ich von meinen Kolleginnen auch als noch angerufen und bekomme Infos darüber wie blöd das doch ist, dass ich zu hause bin wobei im Kiga alles drunter und drüber läuft und dann bekomme ich ein schlechtes Gewissen, bleibe nicht zu hause gehe wieder arbeiten und bekomme einen Rückfall. Dann noch das ständige Gefühl irgendwie auf der Stelle zu stehen und nicht weiter zu kommen. Weiß auch nicht vielleicht bin ich nur unglaublich urlaubsreif und muss mal hier raus.
    Nutz den Urlaub und grübele nicht zu viel. Du schaffst das schon, wir schaffen das schon alle irgendwie!
    LG Jessi

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  3. Glaub mir, du bist nicht allein. Als ich mit der Schule fertig war, habe ich mich genauso gefühlt. Dass man sich dann etwas mehr in sich zurückzieht, ist vollkommen natürlich. Man muss erstmal die Gedanken verarbeiten und über alles nachdenken. Trotzdem solltest du wirklich mal wörtlich mit jemanden reden, um dir etwas Luft zu machen. Schriftlich hilft das nicht wirklich. Am besten du redest mit deiner Mom darüber, sie war schließlich auch mal in so einer Situation und hat bestimmt ein offenes Ohr für dich. So wächst das Verständnis deiner Mom und du musst den ganzen Ballast nicht alleine mit dir rumtragen und hast jemanden, der dir unter die Arme greift. Schotte dich nicht allzu sehr ab, sonst rutscht du nur noch tiefer in das Seelentief. Ich weiß das aus Erfahrung! Ich drück dir die Däumchen, dass du deinen Weg findest, ganz egal welchen. Dir mag das alles jetzt wie ein Haifischbecken vorkommen, aber hatten wir nicht auch alle Angst, wo wir an eine Schule gekommen sind, wo wir nicht wissen, was uns erwartet? Der Sprung ist das Schwierigste, wenn du das geschafft hast, wirst du de "Erwachsenenwelt" schon meistern! ;-)

    Liebe Grüße, Debbie

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  4. Ich muss dir eine Kleinigkeit verraten... es gibt keine graue Erwachsenenwelt.
    Wenn ich ehrlich bin, lebe ich sogar immernoch in der wunderbar bunten schönen Welt, in der ich auch während der Schulzeit gewohnt habe.

    Denn nach dem Abitur heißt vielleicht umziehen, heißt vielleicht neue Umgebung, neue Uni oder neuer Job, aber es heißt auch: neue Menschen. Und ich konnte es kaum glauben, aber da, wo ich hinkam, gab es mehr nette Menschen als vorher.

    Das Leben geht weiter. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt. Und lese immernoch.. :>

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  5. Du stehst am Anfang einer grossen Veränderung - aber Du hast Angst!Das brauchst Du aber nicht zu haben.Hast Du schon ein Ziel?Möchtest Du studieren?Es geht immer irgendwie weiter.Wir Menschen setzen uns selber immer wieder ein neues Ziel,wenn wir ein anderes erreicht haben.
    Es ist wie beim Lesen:Das eine Buch ist zuende - dann nehmen wir uns das nächste!
    Hab keine Angst!Ich hab zwar kein Abi und nie studiert,aber eine Schule habe ich abgeschlossen und ich bin in kein tiefes Loch danach gefallen,weil immer was Neues kam!
    Und Du hast Deine Familie!Wenn Dich was bedrückt,rede mit ihnen.Sie wollen für Dich da sein und können Dir helfen.
    Alles in sich reinzufressen ist das Schlimmste,was Du tun kannst!
    Geniesse Deine Ferien ... Du bist jetzt jung!
    Ich drück Dich mal feste!

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