Mittwoch, 17. Oktober 2012

Das Geheimnis der Flamingofrau - Laura Lay

Ein Erotikroman, welcher leider schon beim Vorspiel endet.

Das Geheinmis der Flamingofrau

Klappentext:

"Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren Richtung sie Folge für Folge bestimmt …"

Zur Autorin:

Laura Lay, geb. 1974, schreibt erotische Geschichten – mal mysteriös und dunkel, mal witzig und üppig, aber immer mit Herz und Lust!

Eine Autorenhomepage ist leider nicht vorhanden.

(Aus: Amazon, Stand: 17.10.2012, 10.51 Uhr)

Rezension

Als Leon, zurzeit mittelloser Schriftsteller in erheblichen finanziellen Schwierigkeiten, einen Auftrag von einer unbekannten Frau namens Tanja von Rosenfels empfängt, ist seine Verwirrung groß: Er soll einen Erotikroman verfassen, doch die Bedingungen unter denen dies geschieht werden von Tanja selbst gestellt. Eines stellt sich schon bald heraus: Ihre Anweisungen und seine Recherchen bringen ihn immer wieder zu einer geheimnisvollen Frau, welche er am Gehege der Flamingos beobachtet. Doch bald schon muss er feststellen, dass sich seine erfundene Geschichte mit seiner eigenen Persönlichkeit verschmilzt und in die Versenkung zu treiben droht.

"Das Geheimnis der Flamingfrau" von Laura Lay ist der kurze Beginn eines Erotikromans, welcher durchaus mit einem angenehmen Schreibstil, einem gelungenen Setting und einigen einnehmenden Szenen punkten kann. Schon zu Beginn der Geschichte wird der Leser in eine mysteriöse Situation gezogen: Die Tatsache, dass eine Frau viel Geld zahlt um einen mittellosen Schriftsteller zu überzeugen für sich selbst einen Erotikroman zu schreiben, scheint zunächst sehr kurios. Nachdem Leon, welcher auch der Protagonist dieser Geschichte ist, diesen Auftrag annimmt, wird auch der Leser in die Ereignisse hineingezogen. Aus verschiedenen Perspektivwechseln ergeben sich unterschiedliche Handlungsabfolgen und Orte, an denen Laura Lay den Leser entführt. Eine gewisse Verwirrung zu Beginn der Story ist jedoch allgegenwärtig, denn der Leser erwartet - laut Titel zurecht - dass es sich bei diesem Roman um einen Erotikschmöker handelt. Doch in der kurzen Erzählung um den Schriftsteller Leon bieten sich nur einige wenige Szenen, in denen die Autorin ihr Können unter Beweis stellen kann. Vielmehr liest sich diese Kurzgeschichte wie die Einleitung in einem angehenden Erotikroman - und endet abrupt und ohne jede Vorsehung genau dann, wenn es zur Sache geht. Diese Tatsache versetzt dem Leser dementsprechend in einen Status der Verwirrung. Denn so gut die Handlung und die Einführung der Charaktere begann, so mysteriös und dunkel sich eine verzwickte Konstellation der Figuren andeutet - der Schluss, welcher einen riesigen Cliffhanger beinhaltet holt den Leser auf den Boden der Tatsachen zurück - nämlich dass der Roman tatsächlich dann aufhört, wenn er eigentlich erst richtig beginnt. Es bleibt zu hoffen, dass die Autorin weitere Teile dieser Erzählung geplant hat, denn mit diesem unzufrieden stellendem Ende einer zu Beginn sehr vielversprechenden erotischen Erzählung können wenige zufrieden sein.

Fazit

Das Geheimnis der Flamingofrau von Laura Lay ist ein netter Schmöcker für zwischendurch, der leider trotz gelungenem Setting und einer angenehmen Sprache nicht gänzlich überzeugen kann. Die Geschichte endet dafür zu abrupt und lässt auch lange mit seinen erotischen Szenen auf sich warten. Für Fans der Autorin oder Neuentdecker des Genres könnte diese Kurzgeschichte jedoch sehr angenehm aufstoßen.

Zum Lesen eines Ebooks

Zunächst skeptisch, wagte ich mich tatsächlich an mein erstes Ebook heran. Man möchte meinen, dass es tatsächlich dasselbe sein sollte wie ein Buch - es steht ja immerhin derselbe Text drinnen, dieselbe Geschichte. Doch weit gefehlt: Ein Ebook zu lesen ist wie eine Datei zu lesen. Ohne einen gescheiten E-Reader würde ich dies niemandem empfehlen. Zunächst ist es eine Tortur für die Augen, desweiteren ist die Tatsache, statt einem Buch ein elektronisches Gerät in der Hand zu halten, nicht ein und dasselbe. Wer ein Freund des geschriebenen Wortes ist, sollte daran festhalten. Nichts ersetzt das Gefühl von Papier zwischen den Fingern, dem Geruch neu bedruckter oder auch schon antiquitärer Seiten - Nichts ersetzt das Gefühl, wenn man ein Buch zuschlägt und man noch so in der Geschichte ist, dass man am liebsten noch einmal von vorne beginnen und sich wieder in die reißenden Fluten einer atemberaubenden Geschichte begeben möchte. Nichts, nicht einmal die rasante Technik der heutigen Zeit.

Pro & Contra

+ Vielversprechender Beginn
+ Interessante Charaktere
+ Perspektivwechsel

o Angenehmer Schreibstil

- Absoluter Cliffhanger
- Zu abruptes Ende
- Zu wenig erotisches für einen Erotikroman
- Liest sich wie eine Einleitung, nicht wie eine eigenständige Geschichte

Bewertung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 4/5

Insgesamt:

Laura Lay
Kurzgeschichte
Genre: Erotik
Ca. 50 Seiten
Preis: 2,79 €, Ebook

Direkt bei Amazon bestellen

Ebooks findet ihr auch unter:

Diese Rezension ist Teil eines Projektes von deals.com, an dem fünf ausgewählte BloggerInnen teilnahmen, um die Erfahrungen des Lesens eines Ebooks zu beschreiben und eine Leseempfehlung für deren Besucher auszusprechen.

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